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Veranstaltungsserie Veranstaltungsserie: ZWEIFEL – Schauspiel von John Patrick Shanley

ZWEIFEL – Schauspiel von John Patrick Shanley

12. Mai.15:30 - 17:30

„Über das Thema Kindesmissbrauch verhandelt das Stück „Zweifel“ am Kleinen Theater Grundsätzliches. Das ist eindrucksvoll inszeniert und unbedingt sehenswert.“
„Anna Bergman gelingt es fabelhaft, die unbarmherzige Schwester Aloysius nicht als monströse Fanatikerin darzustellen.“
‚“Smailes (der Regisseur) setzt nicht auf die vordergründige Skandalträchtigkeit des Stoffes. Er psychologisiert die Figuren nicht, sondern überlässt die Suche nach den Hintergründen ihres Verhaltens dem Publikum und präsentiert das Stück um Vermutungen, Verleumdung und Verfolgung als eher leises Kammerspiel. Es geht um die Mechanismen von Diskriminierung, konkret um den Verdacht des Kindesmissbrauchs.“
„Theaterleiter Frank Oppermann verkörpert überzeugend den überaus sympathischen Flynn, der mit den Kindern gern Basketball spielt und stets ein offenes Ohr für ihre Sorgen hat.“
„Es bleiben nur Zweifel in dieser nachdenklichen, bis zum letzten Moment spannenden Story. Zweifellos sehenswert, signalisierte nach zweieinviertel Stunden inklusive Pause der begeisterte Premierenbeifall.“
General-Anzeiger Bonn, Elisabeth Einecke-Klövekorn 03.05.2024
ZWEIFEL
Schauspiel von John Patrick Shanley
1964. Schwester ALOYSIUS leitet despotisch eine kirchliche Schule, an der Vater FLYNN und Schwester JAMES als Lehrer arbeiten. Schwester James ist jung und naiv; Vater Flynn sympathisch und beliebt. Er leitet das Basketballteam der Schule und kümmert sich rührend um seine Schützlinge. Die mehr als korrekte Schwester Aloysus hat allerdings ihre Zweifel an der moralischen Integrität des Priesters und lässt Schwester James ein Auge auf dessen Wirken haben. Als die vertrauensselige Schwester ihr kurz darauf meldet, sie habe beobachtet, wie DONALD MULLER, einer der Messdiener Flynns, sich merkwürdig verhalte und zudem nach Wein gerochen habe, verdächtigt Aloysus Vater Flynn, den – ja, überhaupt die – Knaben zu missbrauchen. Was folgt, ist eine Hexenjagd mit umgekehrten Vorzeichen: Aloysius will sich nicht an die – durchweg männliche – Kirchenhierarchie wenden, sondern stellt Flynn direkt zur Rede. Der streitet alles ab, erklärt die Umstände, gibt glaubwürdige Gründe für sein Verhalten. Doch Aloysus misstraut ihm weiterhin. Sie lädt die Mutter des Jungen zu einem Gespräch. Diese hat jedoch kein Interesse an einem Skandal und will nichts von den Dingen sehen und hören, die ihrem Sohn zugestoßen sein könnten. Schwester Aloysus gräbt dennoch unerbittlich weiter in Vater Flynns Vergangenheit, nährt ihren Verdacht und führt ihren mitleidlosen Rachefeldzug gegen einen Mann, an dessen Sündhaftigkeit sie unumstößlich glaubt.
Zweifel (Doubt) ist ein Stück von heute. Es ist ein Stück über Rassenproblematik und Bildungsmisere, über Gleichberechtigung und den Kampf der Geschlechter. Es ist ein Stück über Homosexualität und Homophobie. Ein Stück über Kindesmissbrauch. Über den Missbrauch Schutzbefohlener, über Misstrauen und blindes Vertrauen. Ganz sicher ein Stück über die Kirche und auch über die Welt nach dem 11. September. Die geradezu inquisitorische Art und Weise, in der Schwester Aloysus ihren einmal geschöpften, äußerst vagen Verdacht verfolgt, ihn schließlich „bestätigt“ sieht und in Konsequenzen münden lässt, erinnert auch an den Verlust bürgerlicher Freiheiten und rechtsstaatlicher Garantien im vorgeblichen Kampf gegen den Terror. In jedem Fall hat John Patrick Shanley mit seinen Fragen über den Umgang mit Verdacht, Schuld und Verurteilung ein intelligentes und provokantes Stück vorgelegt.
FAZ, Frankfurter Fritz Rémond theater, 01.04.2019:
„Einfache Antworten gibt es nicht, das macht dieses Stück so sehenswert: Was am Ende bleibt, sind Zweifel“
Regie: Dustin Smailes
Mit Anna Bergman, Frank Oppermann, Lorena Krüger, Vanessa Holley

Details

Datum:
12. Mai
Zeit:
15:30 - 17:30
Serien:

Veranstalter

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0228 / 36 28 39
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Veranstaltungsort

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