





böse, scharf und *unbeschreiblich weiblich
Sie freuen sich auf Weihnachten? Sie fürchten sich vor Ihren Geschenken und klaustrophober Familienquarantäne? Trautes Heim, Glück allein. Entweder, oder! Ist Ihnen die stille Nacht nicht laut genug? Dann sind Sie bei uns richtig.
Charlotte Welling und Anna Möbus, das sind nicht nur zwei frischgebackene Vollblutkabarettistinnen aus der Weihnachtsbäckerei, das sind zwei ebenso schamlose wie geflügelte Jahres-End-Abschlussfiguren, in der christlichen Terminologie auch als Engel bekannt. Welling und Möbus, zwei betörende Grazien der Komik, präsentieren lustvoll und unerbittlich die ungeschminkteste Wahrheit zur Weihnacht seit es Mascara gibt.
Tickets: EUR 18,00 EUR 20,00 EUR 22,00 EUR 24,00 EUR 26,00
ermäßigt: EUR 10,00 EUR 11,00 EUR 12,00 EUR 14,00 15,00
Zwischen Sex und Ex – und die alles entscheidende Frage:
Machen Männer wirklich glücklich?
Das ist zweifelsfrei eine Frage, die eingedenk der Tatsache, dass depperte Despoten, bildungsferne Milliardäre und postpotente Potentaten die Welt derzeit schamlos zerlegen, nicht vorbehaltlos mit „ja“ zu beantworten ist.
Anna und Charlotte, nach eigenen Angaben knapp 30, werden zu einer Hochzeit eingeladen, einer On-Line-Hochzeit. Als Einladung erhalten beide eine detaillierte Gebrauchsanleitung zur heimischen Durchführung der Festivität nebst einer umfangreichen Einkaufsliste.
Ein unfassbar lustiger Abend mit irren Wendungen, verblüffenden Überraschungsmomenten, brüllender Situationskomik und enorm originellen Fragen auf die Antworten des Lebens.
Urauffühunrg: 21.04.2023 Theater im Pariser Hof, Wiesbaden
Text: Thomas Reis
Regie: Joe Knipp
Vorstellung Programm neue Spielzeit
„Neun Richtige im kleinen theater“ – unter diesem Motto wagen wir ein neues Format. Am Samstag, dem 17. August, möchten wir im kleinen theater ab 15:30 Uhr die neun neuen Inszenierungen der Spielzeit 2024/2025 vorstellen. Das kann natürlich kein Besserer darstellen, als Theaterleiter Frank Oppermann persönlich.
Los geht die neue Spielzeit übrigens am 2. September mit der Theaterfassung des bekannten Hitchcock Kinoerfolgs „Die 39 Stufen“. Und im Dezember sowie Januar wartet das kleine theater mit einem echten Blockbuster auf: Das Musical „La cage aux folle“ – Ein Käfig voller Narren!
Machen Sie sich also selbst an diesem Nachmittag einen Überblick über die tolle neue Spielzeit. Musikalisch umrahmt wird der Nachmittag durch Theo Palm, musikalischer Leiter des kt. Und es gibt noch zwei „Talkrunden“, nämlich zum einen mit der sympathischen Schauspielerin Heike Schmidt, die schon in vielen Rollen auf der Bühne des kleinen theaters brilliert hat. Zweiter Gesprächspartner ist Thomas Heyer, langjähriger Moderator der „Aktuellen Stunde“ im WDR, der am kleinen theater seine ersten journalistischen Erfahrungen gesammelt hat.
Der Eintritt ist frei – Spenden sind aber herzlich erwünscht.
„FAUST – Geschichte einer Höllenfahrt“
Puppenspiel von und mit Gerd J. Pohl nach der alten Volkssage
Gestützt von zuverlässigen schriftlichen Quellen dürfen wir mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass etwa von 1480 bis 1540 ein Johannes Georg Faust gelebt hat, ein studierter Mediziner und Theologe, der sich jedoch auch durch seine Kenntnisse der Astrologie und Alchimie bekannt gemacht hat. Auf seinen Reisen kreuz und quer durch Deutschland – seine Spuren finden wir unter anderem in Wittenberg, Erfurt, Ingolstadt, Bamberg und Nürnberg – unterhielt er seine Zeitgenossen durch allerlei gewagte philosophische Spekulationen und verblüffende Zauberkunststücke; eine gefährliche Freizeitbeschäftigung in der Zeit der lodernden Scheiterhaufen, wegen der er aus mehreren Städten ausgewiesen wurde. Um 1540 starb dieser historische Faust vermutlich eines gewaltsamen Todes durch Neider oder andere Feinde. Zeitgenössische Berichte sagen indessen, Faust sei eines Nachts – um Mitternacht – „vom Teufel höchstselbst erwürgt und in die ewige Verdammnis geholt worden“.
Es ist nicht verwunderlich, dass eine Gestalt wie Faust, die schon zu Lebzeiten von Geheimnissen und Gerüchten umwoben war, bereits kurz nach ihrem Tod Anlass zu einer großangelegten Legendenbildung war. Im Volksbewusstsein wurde er schnell zum Zauberertypus schlechthin, und schon bald kursierten die ersten, noch in lateinischer Sprache abgefassten Faust-Anekdoten. Ihnen folgten mythologisch angereicherte Lebensbeschreibungen, Volksbücher und Faust-Gedichte sowie die ersten theatralischen Auseinander-setzungen mit der Faust-Sage, als deren erster Höhepunkt das Drama „The Tragical History of Doctor Faustus“ von Christopher Marlowe gegen Ende des 16. Jahrhunderts zu nennen ist. Seither und bis in die Gegenwart hinein beflügelt die Faust-Sage die Phantasie der Dichter und Schriftsteller, an ihrer Spitze natürlich Johann Wolfgang von Goethe mit seinen berühmten Bearbeitungen. Neben den Literaten beschäftigten Leben, Werk und Höllenfahrt des Doktor Faust in der Folge auch Künstler aus anderen Metiers, etwa die Maler und Bildhauer, die Komponisten und deren Texter und seit 1922 auch die Filmschaffenden.
Und selbstverständlich wurden auch die alten Puppenspieler, deren Betätigungsfeld im 18. und 19. Jahrhundert fast ausschließlich die Jahrmärkte und Wirtshaussäle waren, auf den Faust-Stoff aufmerksam und führten die Geschichte mit ihren Marionetten und Handpuppen auf. Die erste Puppenspielaufführung einer Faust-Inszenierung ist im Jahre 1746 in Hamburg urkundlich belegt. Bis heute gehören Puppenspiele von Doktor Faust zum Repertoire vieler renommierter Puppenspieler. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigten fast alle Puppenspieler von Rang und Namen ihren individuellen „Faust“ auf ihren Bühnen. Und auch Bergisch Gladbachs Puppenspieler Gerd J. Pohl hat seine eigene Faust-Fassung im Programm, basierend auf dem Handlungsstrang des Bonner Germanisten Karl Simrock von 1846 und dem des Ulmer Marionettentheaters an. Jedoch gibt Pohl die alte Geschichte in seinen eigenen Worten wieder. Er erlaubt sich, recht frei mit dem überlieferten Figurenensemble umzugehen und gänzlich auf Versdichtung zu verzichten, ohne dabei den volkstümlichen Charakter zu verletzen. Das Ergebnis ist ein freches und stellenweise leicht frivoles Puppenspektakel, gewürzt mit reichlich Kasperwitz und einem unübersehbaren Augenzwinkern.
Die Premiere unseres Faust-Spiels fand im Herbst 1995 im Haus der Springmaus in Bonn statt, worüber das WDR-Fernsehen damals ausführlich berichtete.
Die Hochzeitsreise – Noel Cowards meistgespielte 20er Jahre Komödie
Früher waren Amanda und Elyot verheiratet, jetzt sind sie glücklich geschieden. Mit ihrem neuen Partner Victor fährt Amanda in die Flitterwochen – und trifft zufälligerweise erneut auf Elyot, der sich mit seiner frischgebackenen Braut Sibyl just ins selbe Luxushotel, in der Suite nebenan eingecheckt hat. Ein witziges Chaos entsteht, bei dem Amanda und Elyot ihre Gefühle zueinander wieder entdecken. Kurzerhand brennen sie nach Rom durch. Dort verglühen jedoch die neuen Liebesfunken schnell – und die verlassenen Partner stehen plötzlich vor der Tür…
mit Anna Möbus, Manuel Jadue, Max Beier, Lorena Krüger
Regie: Frank Oppermann
Premiere 02.05.25 Die Deutsche Chronik Teil 2 – Tadellöser & Wolff
Im Roman Tadellöser & Wolff verarbeitet Kempowski Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend während der Jahre 1938 bis 1945. „Tadellöser & Wolff“ sagte Walter Kempowskis Vater dann, wenn er etwas gut fand, ebenso wie er bei verdrießlichen Anlässen „Miesnitzdörfer & Jenssen“ sagte. Eine Zeit lang geht es den Kempowskis gut in diesen ereignisreichen Jahren – bis ihre gemütliche Gedankenlosigkeit von der gesellschafts-politischen Katastrophe eingeholt wird. Exemplarisch beschreibt Kempowski den Niedergang des deutschen Bürgertums anhand seiner eigenen Familiengeschichte.
Deutschland, zwischen 1938 und 1945: ein Land erduldet Krieg und Schrecken, während der Junge Walter Kempowski gleichsam daran erwachsen wird.
Während vor den Fenstern Granaten und Bomben fallen, Rostock unter Artilleriebeschuss steht und allmählich die ganze Stadt zerstört wird, versucht die deutsch-national gesinnte Bürgerfamilie Kempowski ihren geregelten Alltag aufrecht zu erhalten. Der Sohn Walter berichtet vom Familienurlaub, von Schwierigkeiten in seiner Schullaufbahn und in der des Bruders, er erzählt von der Hochzeit seiner älteren Schwester Ulla mit einem, von der Gestapo der Spionage verdächtigten Dänen und von den Diensten in der Hitlerjugend. „Es geht bestimmt mal wieder aufwärts. Uns geht’s ja noch gold!“ ist die Mutter trotzdem überzeugt. An dieser Überzeugung hält die Familie auch dann noch fest, als nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs der Vater Karl in die Armee eingezogen und nach Frankreich geschickt wird. Nach mehreren Konflikten mit und in der lokalen Hitlerjugend, wird Walter gegen Ende des Krieges zum HJ-Dienst als Kurier für die Wehrmacht eingezogen. Kurz vor Einmarsch der Russen in Berlin flieht Walter Kempowski nach Rostock zu seiner Mutter zurück. Gemeinsam beschließen sie, in Rostock auszuharren und auf die Rückkehr Karl Kempowskis von der Front zu warten.
„Tadellöser & Wolff“ ist eine tragikomische Geschichte vom unerschütterlichen Optimismus und dem Glauben an ein gutes Ende – komme, was da wolle.
Das Stück endet am 01. Mai 1945, da wo der 3. Teil EIN KAPITEL FÜR SICH anfängt. Es steht in seiner Gesamtheit als Dokument für das Ende des Krieges in Deutschland vor genau 80 Jahren.
Kritik von Stefan Keim aus der Sendung FAZIT bei Deutschlandfunk Kultur vom 02.11.2023
Kritik von Stefan Keim aus der Sendung Kultur heute beim Deutschlandfunk vom 03.11.2023
Richard II.
Solo eines Königs
William Shakespeare
in einer Fassung von Cornelia Rainer und Susanne Meister (Thalia Theater)
nach einer Übersetzung von August Wilhelm Schlegel